Anleitung zur Artgerechten Menschenhaltung im Unternehmen

Nur wenn Arbeit Selbstverwirklichung ist statt Pflicht, kann man mit Leichtigkeit kontinuier­lich gute Ergebnisse erbringen. Freude statt Druck macht Verantwortung attraktiv, denn die Möglichkeit zum Selbstausdruck verleiht die höchste Effizienz. Die Lösung einer selbstgestellten Aufgabe oder die Überwindung von Widerständen ist dann mit Lust verbunden. Ohne dies wirkt alles Motivieren nur noch demotivierender.

Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger (Bild: Wikipedia)
Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger (Bild: Wikipedia)

Artgerechte Tierhaltung dürfte den Meisten ein erstrebenswertes Ziel sein – aber artgerechte Menschenhaltung? Was ist das überhaupt: Artgerecht? Wir können es übersetzen mit „der Natur des betreffenden Lebewesens entsprechend”. Der Autor Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger ist ein renommierter Wirtschaftsautor, Philosoph und Ökonom. Er ist u.a. einer der ersten Kritiker unserer Finanzorganisation. Und Unterstützer der Initiative WirtschaftsDemokratie. Schauen wir uns also an, was er uns in seinem Buch Anleitung zur Artgerechten Menschenhaltung: Mehr Freude, Farbe und Freiheit im Beruf zu sagen hat:

Beobachtung

Viele Mitarbeiter leiden darunter, dass sie nicht wirklich wissen, was von ihnen erwartet wird, dass ihre Vorgesetzten sich nicht für sie als Mensch interessieren, dass sie eine Position ausfüllen, die ihnen nicht liegt, und dass ihre Einsichten im Unternehmen kein Gewicht haben.

Erkenntnis

Nur wenn Arbeit Selbstverwirklichung ist statt Pflicht, kann man mit Leichtigkeit kontinuier­lich gute Ergebnisse erbringen. Freude statt Druck macht Verantwortung attraktiv, denn die Möglichkeit zum Selbstausdruck verleiht die höchste Effizienz. Die Lösung einer selbstgestellten Aufgabe oder die Überwindung von Widerständen ist dann mit Lust verbunden. Ohne dies wirkt alles Motivieren nur noch demotivierender.

Kernthese

Die ökonomische Nachhaltigkeit ergibt sich von ganz allein, wenn man sich um die menschliche Seite ausreichend kümmert. Integrität, Menschlichkeit, Toleranz und Freiraum für Kreativität spielen dabei die wichtigste Rolle.

Was wir uns für unsere Unternehmen wünschen sollten:

■    Den meisten Menschen bereitet ihre Arbeit große Freude, sie vertiefen sich in ihre Aufgabe und blühen dabei auf.

■    Die Umgangsformen im Beruf sind respektvoll. Die Würde jedes Einzelnen wird geachtet – ohne irgendeine Ausnahme.

■    Jeder identifiziert sich mit seiner Aufgabe und erkennt den Sinn hinter dem, was er tut.

Das Ziel sollte also sein, den Mitarbeitern einer Firma die Möglichkeit zu geben, durch ihre Arbeit vollkommenen Selbstausdruck und persönliche Weiterentwicklung zu erlangen. Freude, Würde und Sinn bei der Arbeit werden dabei von den Unternehmen als zentrales Anliegen herausgestellt und die Erfahrungen der Mitarbeiter als größtes unternehmerisches Kapital anerkannt. Im Umgang miteinander werden Werte wie Integrität, Menschlichkeit, Toleranz und Freiraum für Kreativität betont.

Führungskräfte

Laut Berger besteht die Aufgabe einer Führungskraft keineswegs darin zu planen, zu entscheiden, zu kontrollieren und mit Vorgaben und Druck Dinge zu erzwingen. Die Aufgabe besteht stattdessen darin, das Unternehmen durch Resonanz auf eine gleiche innere Frequenz einzustimmen. Manager sollten die Bedingungen schaffen, die Erfolg anziehen. Statt mit Druck sollten sie mit Sog arbeiten.

Berücksichtigung neuer Forschungsergebnissen der Neurologie, der Biologie und der Teilchenphysik verknüpft

Materie wird von Schwingungsfeldern getragen. Diese gestalten die Form und das Verhalten von Systemen. Jeder Körper, jeder Organismus und auch jede andere Gruppe von Menschen ist ein Resonanzkörper für Signale aus diesen Feldern. Felder sind also Magneten für die Bedingungen und Umstände, die ihnen entsprechen.

Der Physiker Fritz Albert Popp hat das auch experimentell nachgewiesen. Er hat gezeigt, dass die Bausteine in jedem biologischen System über Lichtwechselwirkung miteinander verbunden sind. Die Wechselwirkungen gehen von Lichtteilchen aus, die er Photonen nennt. Ein Photon steuert eine Milliarde Reaktionen pro Sekunde.

Jeder lebende Organismus ist ein organischer Sensor, der elektromagnetische Wellen empfängt und aussendet, ihnen Widerstand entgegensetzt  oder sie verstärkt. Die Gleichartigkeit und Harmonie des von Lebewesen ausgesandten Lichts gilt als Maßstab für ihre Vitalität. Eine chaotische Struktur dieser Strahlung ist ein Indiz für Krankheit.

Was für den einzelnen lebenden Organismus gilt, gilt auch für den sozialen Organismus eines Unternehmens. Wenn ihre Wellen in eine gemeinsame Richtung strahlen, haben sie Kraft und Erfolg. Misserfolg ist eine Folge der Disharmonie dieser Schwingungen – es wird quasi Schwingungssalat produziert.

Ein erfolgreicher Unternehmer macht nichts anderes, als die Wellen der Mitarbeiter einheitlich auf Erfolg auszurichten.

Resultat: Mehr Wirtschaftlichkeit durch mehr Kreativität und Innovation.

Auch dieses Buch macht klar, dass Firmen, die die Zeichen der Zeit, d.h der sich immer schneller ändernden Marktbedingungen und insbesondere die des demografischen Wandels mit zunehmendem Wettbewerb um die zukünftigen Mitarbeiter, nicht erkennen, relativ schnell den Anschluss verlieren werden.

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Autor: Dr. Martin Bartonitz

Mitinitiator der Initiative Wirtschaftsdemokratie.
Geboren 1958 und aufgewachsen in Dortmund, am Rande des Kohlenpotts, einem Schmelztigel während der Gründerzeit eingewanderter Menschen.
1992 nach der Promotion in experimenteller Physik gewechselt von der Messprozess- in die Geschäftsprozesssteuerung.
Mit Blick auf die Erfahrungen in der Optimierung der Effizienz von Prozessen in der Bürowelt kam in den letzten Jahren immer mehr die Erkenntnis: Das Business machen die Menschen. Und wenn nur nach der Effizienz geschaut wird, dann wird auch noch die letzte Motivation in den Unternehmen zerstört.
Daher sollten Organisation und auch die eingesetzte Software die Menschen in ihrer Kreativitität unterstützen und sie nicht knechten. Selbstbestimmtheit statt Fremdbestimmung sollte uns den nächsten Schub in unserer gesellschaftlichen Entwicklung bringen. Aufgrund dieser Überzeugung schreibe ich hier mit.

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