Avsluta en äggcellstransduktor Aggdonationegv

Att bli gravid snabbare med specialistlakare

Jag ar overviktig. Kommer detta att ha en effekt pa min sannolikhet att bli gravid?

Flertalet kvinnor som rakar vara overviktiga blir gravida med utmaningar. Men om du har ett BMI (kroppsindex) pa 30 eller hogre, kan det paverka hur fritt du ar. Det kan vara svarare for dig att bli gravid an om du befann dig inom ett halsosamt omrade, vilket ar ett BMI pa mellan 18,5 och 25.

Overdriven vikt kan potentiellt orsaka kroppslig obalans i kroppen inom dig. Detta kan leda till att du sanker sannolikheten for att agglossning, vilket gor det svarare for dig att bli gravid.

Det ar battre for din halsa om du gar ner i vikt innan du blir gravid, och okar dina chanser att bli gravid. Det okar din risk att utveckla graviditetsdiabetes om du ar overviktig medan du ar gravid.

Den goda nyheten ar att det finns steg du kan vidta for att oka dina chanser att bli gravid. Att ga ner i vikt genom att ata halsosamt och ta motion kan starta agglossningen om den har slutat.

En ovningskurs eller pund-nedgangsgrupp kan val presentera dig med uppmuntran att du maste eliminera vikten och halla bort den. Sok pa webben for en grupp av manniskor, overvaga din narmaste roliga mitten eller forfragan vid lakarens verksamhet.

Valj vilken typ av traning du tycker mest om, oavsett om du tar promenader, simning, cykling och tradgardsarbete eller helt enkelt en festkategori. Du kommer att bli mer benagen att omvandla den till en vanlig del av ditt liv. Du kan eventuellt fraga en kollega att delta som du ger en tillaggsinfordran for att halla planeringen.

I vissa fall ar viktproblem ett kannetecken for polycystisk aggstocksbesvar (PCOS), tillsammans med:

sporadiska eller obefintliga perioder

onormal harvaxt

cystisk akne

PCOS har inte alltid dessa symtom, men tala med din lakare om du tror att du kan bli paverkad.

Att ga ner i vikt kan hjalpa dig att bli gravid om du har PCOS och ar overviktig. Dessutom kan det minska PCOS-symtom, genom att forbattra hormonbalansen och reglera dina glukosnivaer.

Om du har valt hjalpmedelsmetoder kan atgarder vidtas for att forbattra din halsa ocksa oka dina chanser att bli gravid. Overdriven vikt kommer att gora in vitro fertilization (IVF) mindre effektiv. Bara en undersokning visar att viktproblem kan gora dig helt enkelt 1/2 som mycket troligt att ha blomstrande IVF, till skillnad fran tjejer som utan tvekan ar en halsosammare vikt.

Din lakare ska kunna ge dig rad om du har svart att ga ner i vikt. Sa du kan vara en del av andra mamma-till-var som definitivt forsoker ga ner i vikt i BabyCentres online-community.

Empfehlung: Konferenz „Agile Verwaltung 2017“

konferenz-agile-verwaltungFür Jene, die in der öffentlichen Verwaltung tätig sind und in der letzten Zeit begannen zu ahnen, dass die Arbeitsweisen hier völlig veraltet sind und eine Auffrischung gut stehen könnte, dem möchte ich die im Folgenden vorgestellte Konferenz “Agile Verwaltung 2017” am 10. Februar in Stuttgart ans Herz legen. Hier soll erfahren werden können, wie Arbeiten selbstbestimmter gestaltet sein kann und dabei viel effektiver und gleichzeitig effizienter Ergebnisse für alle Beteiligten erzielt werden können.

Der Kongress wird vom Forum Agile Verwaltung (siehe Website) veranstaltet, der Anfang des Jahres gegründet wurde. Als Mitgründer bin ich hier aktiv und habe u.a. die Idee zur Keynote eingebracht. Wir wollten zu Beginn eine Organisation vorstellen, der es gelungen ist, sich komplett auf neue, agile Arbeitsmethoden einzulassen. Und so freue ich mich um so mehr, dass wir einen der Macher von Buurtzorg gewinnen konnten, selbst vorzustellen, wie die Reise dorthin gelang. Buurtzorg ist ein Dienstleister für Heimpflege in Holland, dem es doch seine unkonventionelle Art der Arbeitsorganisation gelingt, doch mehr Zeit für die zu Pflegenden aufzubringen, als es sonst üblich ist. So gelänge es, dass sich die Pflegenden viel besser auf die Bedürfnisse der zu Heilenden einlassen können und – man staune – schneller wieder ins normale Leben entlassen können, bzw. ihr Zustand sich deutlich bessert. Das Arbeitsklima bei Buurtzorg hat sich in Holland schnell rum gesprochen, so dass inzwischen fast 25% der Pflegenden den Weg zu Buurtzorg fanden, u.a. da auch die Krankenversicherung das Potential dahinter erkannten (ich schrieb schon einmal: Buurtzorg – Beispiel für die Neuerfindung von Organisation)

Anschließend wird  „Empfehlung: Konferenz „Agile Verwaltung 2017““ weiterlesen

Von New Workern und Intrinsifyern …

… Intrinsifyer-Unternehmen erkennen Sie daran, dass sie den Wettbewerb nerven. Sie sind immer schon da und machen es besser als ihre Konkurrenten. An ihnen kommt der Wettbewerb einfach nicht vorbei, sie sind unangenehme Gegner, weil sie durch überraschende und neuartige Formen von Zusammenarbeit Lösungen finden, die den Druck auf den Wettbewerb erhöhen. Sie organisieren Zusammenarbeit so, dass sie beidem gerecht werden: der Arbeit und den Könnern im Team.

Sie bringen beides miteinander besser in Einklang als andere. Das ist ein permanentes Ausbalancieren, wie wenn Sie einen spitzen Bleistift auf der Fingerkuppe balancieren. Intrinsifyer bekommen das extrem gut hin, auch wenn es im Alltag alles andere als einfach und bequem ist. Sie sind erfolgreich am Markt UND sie machen außerdem ihre Talente und Könner zufrieden, weil sie ihnen einen Sinn anbieten und ihnen Freiheit zur Entfaltung geben. Sie stehen ihren Könnern nicht im Weg, sondern lassen (fast) alles weg, was zu Theater führen würde. Und dafür feiern wir sie.

Die New-Work-Perspektive dagegen hat oft den Markterfolg gar nicht im Blick. Natürlich sind auch viele den portraitierten Unternehmen überaus erfolgreich. Aber die New Worker feiern nicht die Passung zum Markt, sondern die Passung zum Menschen. Sie setzen stillschweigend eine Kausalität voraus, die noch nicht einmal eine Korrelation ist, dass nämlich Menschlichkeit zu Erfolg führe. Das aber ist in keinster Weise valide belegt. Und es gibt keine logische Theorie, die das begründen könnte. Das zu glauben ist eben nichts als guter Glaube. „Von New Workern und Intrinsifyern …“ weiterlesen

Soziokratie – ein umfassendes Management- und Organisationskonzept

Soziokratie-Abend in der Agile Saxony

Foto: Agile Saxony und KÖ2

Von Birgit Mallow

Soziokratie – zur Stärkung von Selbstorganisation und Autonomie

Seitdem Frederic Laloux sein Buch „Reinventing Organizations“ veröffentlicht hat, ist das Interesse an Holacracy® in Europa deutlich gestiegen. Die große Schwester der Holakratie, die Soziokratie, verdient die Aufmerksamkeit allerdings genauso.

Soziokratie basiert auf den gleichen Elementen und Prinzipien wie die Holakratie und wird in den Niederlanden bereits seit Jahrzehnten eingesetzt. Der Ingenieur und Unternehmer Gerard Endenburg hat die heutige Form der Soziokratie in den 70er Jahren entwickelt. Bis heute wird sie in seiner Firma Endenburg Elektrotechniek erfolgreich umgesetzt.

Der niederländische Gesetzgeber hat dem Erfolg dieser Organisationsform in vielen Firmen längst Rechnung getragen: Unternehmen, die offiziell Soziokratie einsetzen, brauchen per Gesetz keinen Betriebsrat.

Mit meinem Wiener Kollegen Erich Kolenaty habe ich kürzlich über seine persönlichen Erfahrungen mit Soziokratie gesprochen.

Weiter in der Erstveröffentlichung auf meiner News-Site,
dort gibt es auch etliche Links auf weiterführende Informationen.

Eure Birgit Mallow


Seminare Konsent-Moderation:

Die Moderation des Konsent braucht erfahrungsgemäß ein wenig Übung. Deshalb gibt es jetzt auch diese Seminare dazu:

Am 13./14. März 2017 in München weitere Infos und Anmeldung

Am 03./04. April 2017 in Dresden weitere Infos und Anmeldung


Weitere Infos zu Soziokratie:

Erste deutsche Unternehmensberatung führt Soziokratie ein.

Hier auf wirdemo.de mein Beitrag zu Konsent als Entscheidungsprozess für Agile Teams.

Im September 2016 hatte ich bei einem Community-Treffen der Agile Saxony einen Beitrag zu Soziokratie und Agilität. Vincent Tietz hat einen tollen Bericht dazu auf dem Blog der Saxonia Systems verfasst.

Christian Rüther stellt auf seiner Site umfassende Informationen zu Soziokratie bereit: www.soziokratie.org

Teamübergreifende Abstimmung – Welche Entscheidungsprozesse nutzen Communities of Practice?

Konsent harmoniert sehr gut mit Selbstorganisation von Teams und den Scrum-Prinzipien transparency, inspect and adapt.

Foto: Gaby Stein – pixelio.de

Von Birgit Mallow

In Teil I habe ich Repräsentanten-Konstrukte beschrieben, über die sich viele agile Teams abstimmen. Neben dem Scrum of Scrums (SoS) haben sich Communities of Practice (CoP) bewährt, in denen sich Team-Vertreter mit gleichen Themen treffen. Inhaltlich geht es dabei um Erfahrungsaustausch sowie die Klärung von Abhängigkeiten oder die Abstimmung von Themen, die potentiell für alle Teams von Interesse sind.

Entscheidungsprozesse in CoPs

Die Art und Weise, wie in den CoPs gearbeitet wird und vor allem wie Entscheidungen getroffen werden, kann in selbstorganisierten CoPs ganz unterschiedlich sein. Nach meiner Erfahrung ist das praktizierte Verfahren nicht unerheblich für die Effizienz eines CoPs und die Zufriedenheit aller Beteiligten. Dazu zählen natürlich auch die agilen Teams, die ihre Vertreter in die CoPs entsenden.

Manche CoPs starten mit dem Anspruch, Entscheidungen nach dem Konsens-Prinzip zu treffen.

Das heißt, es wird gemeinsam diskutiert und überlegt mit dem Ziel, eine Lösung zu finden, die alle Team-Vertreter befürworten. Die gute Absicht dabei: Die Lösung soll möglichst die Beste und zugleich möglichst die Beste für alle Teams sein, die von der Entscheidung betroffen sind. Gründe für das Vorgehen können auch sein, dass die agile Arbeitsweise generell noch in der Einführung und für viele Mitarbeiter relativ neu ist; vielleicht kennen sich auch die Team-Vertreter noch nicht so gut und wollen sich in der Startphase des CoP erstmal freundlich „beschnuppern“. Auch die Unternehmenskultur spielt eine Rolle. In manchen Organisationen ist es „guter Ton“, Konflikte zu vermeiden; in anderen Organisationen wollen die Team-Vertreter aber auch in ihren Teams und im CoP eine Harmonie erzeugen, die sie im übrigen Unternehmensalltag bisher eher vermissen. In der Praxis führt Konsens-Prinzip nach meiner Erfahrung meistens nicht zur besten, sondern – wenn überhaupt – zur zweit- oder drittbesten Lösung. Es passiert das, was wir aus vielen Gremien kennen: Da werden faule Kompromisse ausgehandelt oder aus Harmoniebedürfnis vorschnell wichtige Argumente aufgegeben. Oder es wird eben endlos diskutiert, weil immer irgend einem Team-Vertreter noch ein Aspekt einfällt, der vor der finalen Entscheidung zu behandeln wäre. Diese Strategie eignet sich nicht nur für die fast endlose Suche nach der besten Lösung, sondern auch zum geschickten Blockieren des gesamten CoPs. Für die Teams, die darauf warten, dass ihr Vertreter eine Entscheidung mitbringt, ist das natürlich unbefriedigend.
Es gibt sicher CoPs, die mit Konsens sehr gut zurechtkommen. Auch kann ein erfahrener Scrum Master als Moderator das CoP bei der Konsens-Findung mit Fragen, Spiegeln des Diskussionsverlaufs und mit Time-Boxing gut unterstützen. Ein wirklich guter Scrum Master wird das CoP aber schnell davon überzeugen, dass Konsens nicht der beste Weg ist.

Auch weit verbreitet ist die demokratische Abstimmung

In der Diskussion werden Sichtweisen und Argumente ausgetauscht und schließlich wird mit einer Mehrheit die Lösung gekürt. Die Entscheidung basiert also auf den Interessen und Sichtweisen der Mehrheit. Meistens ist die demokratische Abstimmung schneller bewerkstelligt als eine Konsensfindung. Für viele Teams ist das ein gutes Vorgehen.
Zur Schieflage kommt es aber, wenn wichtige Argumente einzelner Team-Vertreter zu wenig Gehör finden. Möglicherweise ist ja auch nur eine Minderheit der Teams von den negativen Konsequenzen einer CoP-Entscheidung betroffen. Manche CoPs führen deshalb zusätzlich das Veto-Prinzip ein. Wer gravierende Bedenken gegen einen Vorschlag hat, kann einen Mehrheitsentscheid mit seinem Veto verhindern. Das führt dann im CoP entweder zur Blockade oder zu einer erneuten Diskussion bis mehrheitsfähige neue Lösung entwickelt ist. Und es gibt auch das Phänomen, dass geschickte Team-Vertreter im Vorfeld in bilateralen Gesprächen die erforderlichen Mehrheiten schmieden, um ihren Vorschlag im CoP durchzusetzen. Das ist dann zwar „politisch geschickt“, aber für das CoP sowie alle betroffenen Teams nicht unbedingt nützlich. Und selbst wenn der Vorschlag objektiv sachlich ein sehr guter war, besteht die Gefahr, dass sich die Team-Vertreter und Teams der überstimmten Minderheit hintergangen fühlen.
Auch beim Einsatz demokratischer Abstimmung ist es also hilfreich, wenn CoPs durch einen erfahrenen Scrum Master moderiert werden, der zu Fairness, Ehrlichkeit und Transparenz anhält.

Derzeit noch nicht so weit verbreitet, aber generell sehr nützlich für effektive Gremienarbeit ist das Konsent-Prinzip

Deshalb ermutige ich Teams und CoPs gerne dazu, dieses Verfahren für sich auszuprobieren. „Teamübergreifende Abstimmung – Welche Entscheidungsprozesse nutzen Communities of Practice?“ weiterlesen

Teamübergreifende Abstimmung – Wie läuft Abstimmung in agilen Organisationen mit vielen Teams?

Agile Vorgehensweisen, insbesondere Scrum, haben sich auf der Teamebene bewährt. Aber wie kann die teamübergreifende Abstimmung gut gestaltet werden?

Foto: Quelle Pixabay

Von Birgit Mallow

Agile Vorgehensweisen, insbesondere Scrum, gehören mittlerweile zum professionellen Standard in der Software-Entwicklung. Die meisten Unternehmen haben mindestens auf Teamebene Erfahrung damit gesammelt und viele haben dabei Erfolge erlebt. Der logische nächste Schritt ist dann die agile Skalierung: Das kann zum einen bedeuten, dass mehrere agile Teams gemeinsam an einem großen Software-Produkt arbeiten. Zum anderen setzen viele Unternehmen aber auch immer mehr Teams auf, die eigenständig an „ihrem“ Produkt arbeiten. Generell gilt: Alle Mitglieder eines Teams sind durch optimierte Kommunikation auf demselben Wissensstand. Arbeiten allerdings viele Teams parallel, können nicht mehr alle direkt miteinander sprechen; das wäre viel zu zeitaufwändig und ineffektiv. Da aber die direkte persönliche Kommunikation ein elementares Prinzip der agilen Vorgehensweisen ist, nutzen wir Konstrukte aus Repräsentanten.

Scrum of Scrums (SoS)
Bei der Skalierung von Scrum über mehrere Teams wird häufig das Konstrukt Scrum of Scrums (SoS) eingesetzt: Jedes Team entsendet in ein SoS-Abstimmteam ein Mitglied. Dieses SoS-Team tagt i.d.R. täglich, am besten direkt nach dem Daily Scrum (StandUp-Meeting), das alle agilen Teams parallel abhalten. Im SoS berichten sich die Teamvertreter anschließend, an was ihre Teams zuletzt gearbeitet haben, was als nächstes geplant ist und welche Hindernisse sie aktuell sehen. Hier kommen vor allem die Themen zur Sprache, die teamübergreifend von Interesse sind und evtl. abgestimmt werden müssen, bspw. weil alle von einer Architekturentscheidung betroffen sind oder Abhängigkeiten in der Entwicklung entdeckt wurden.
SoS werden i.d.R. zur Abstimmung von Teams genutzt, die gemeinsam an einem Produkt arbeiten.

Community of Practice (CoP)
Bei sehr großen Projekten oder in großen agilen Organisationen finden sich zusätzlich zu den (produktbezogenen) SoS oft noch sogenannte CoPs (Communities of Practice). Die Mitglieder sind Teamvertreter mit jeweils gleichem Thema und Interesse. In der Praxis werden oft CoPs für Architektur, Test/QS, Datenstrukturen gebildet, aber auch für die Product Owner und Scrum Master der Teams. CoPs bilden sich häufig auch in den Unternehmen, in denen Teams parallel an eigenen Produkten arbeiten. Ziel ist dann i.d.R. der Wunsch, teamübergreifend voneinander lernen und Synergien nutzen zu können. CoPs werden in Unternehmen z.T. aber auch eingesetzt, um generell dem Thema „Agilität“ im Unternehmen ein Forum zu geben. „Teamübergreifende Abstimmung – Wie läuft Abstimmung in agilen Organisationen mit vielen Teams?“ weiterlesen

Wie man das Inzestsystem der Deutschland AG aufbricht #Unternehmensdemokratie

… Die Netzökonomie sollte schon mit intelligenteren Methoden gesteuert werden. “Meine Vision ist, dass die Welt der Arbeit um einen zukunftsfähigen Akteur reicher wird. Dieser Akteur ist das Individuum. Bisher gibt es nur die Unternehmer oder das Management mit Kontrollrechten und die Gewerkschaften oder Betriebsräte mit Schutzrechten. Das Individuum als Subjekt spielt in der Arbeitswelt noch kaum eine Rolle. Der einzelne Mitarbeiter wird entweder geschützt oder kontrolliert – als Objekt. Das ist Entmündigung. Gleichzeitig gibt es neue Impulse für die Mitbestimmung des Individuums. Die ersten Wissenschaftler diskutieren die Verankerung von individuellen Freiheitsrechten des Arbeitnehmers im Grundgesetz, zum Beispiel auf Meinungsfreiheit im Unternehmen. Damit diese Entwicklung eine Dynamik entfaltet, muss der gesetzliche Rahmen angepasst werden, der immer noch sehr betriebszentriert ist. In der Realität wird es den klassischen Betrieb immer seltener geben”, erläutert der Personalexperte. Unternehmen werden über die zunehmende Vernetzung räumlich und zeitlich entgrenzt – das gilt für Produktion und Dienstleistungen.

Die Wertschöpfung endet nicht mehr an den Grenzen des Betriebes, sondern verbindet eine Vielzahl von Unternehmen. “In Prozess-, Projekt-oder Community-Organisationen hecheln die Betriebsräte hinterher, weil sie ihren Platz in diesen Strukturen nicht mehr finden. Wandelt sich der Betriebsrat möglicherweise in der digitalen Ära zum Shop Stewart nach dem angelsächsischen Modell, also zu einem Berater und Coach von souveränen Individuen? Manager wie Betriebsräte verlieren an Macht. Wie will man das Home Office kontrollieren? Hier wird die Eigenverantwortung des Einzelnen gestärkt”, betont Sattelberger. Es verwundert mich nicht, warum sich Gewerkschaften, Betriebsräte und Arbeitgeberverbände in ihrem Widerstand gegen dezentrale Arbeit so einig sind. …

Fundstelle: Wie man das Inzestsystem der Deutschland AG aufbricht #Unternehmensdemokratie

Die Abschaffung des Bargelds und die Folgen …

Ich möchte meinen ersten Artikel Der Weg in die totale Kontrolle … nun mit einem Interview mit Herrn Häring  fortsetzen. Nachdem wir zuerst einiges Persönliches erfahren, geht er auf die Frage ein, was denn das Bargeld in der Geldbörse vom Giralgeld auf dem Konto unterscheidet:

Bargeld ist das einzige gesetzliche Zahlungsmittel, also das einzige Geld. Das, was ich auf dem Konto habe, ist nur ein Guthaben, das rechtlich eine Schuld der Bank an mich.

Herr Häring hatte in Frankfurt Mitte große Probleme, 15.000 € Bargeld auf einmal abzuheben. 10.000 € wäre einfach gegangen. Erst bei weiterem Insistieren und Befragungen war man bereit, das Geld herauszugeben. Also: Giralgeld ist eben nicht so gut wie Bargeld.

Wenn das Bargeld verschwinden sollte und durch ein reines digitales Giralgeld ersetzt wird, wenn nur noch mit EC- oder Kreditkarte bezahlt werden kann, führt dieser neue „Service“ direkt in die Diktatur. Ein gesperrtes Konto wäre ein Aussperren aus der Gesellschaft an sich. Wer würde diesen Mechanismus kontrollieren? Wer würde bestimmen, wen es trifft – und vor allem warum?

Wer den Versuch unternimmt, 2016 die vom Staat geforderte GEZ-Gebühr in bar bezahlen zu wollen, wird feststellen, dass eben dieser Staat sein einziges offiziell anerkanntes Zahlungsmittel – Bargeld – nicht mehr bereit ist, selber anzunehmen. Was geht hier vor?

Befinden wir uns schon auf dem Weg in eine digitale Diktatur? Wer das Bargeld abschaffen möchte, ist kein Freund der Demokratie, so das Fazit von Herrn Häring.

Design Beeing …

Foto: Markus Bäcker – pixelio.de

Die Muschel liegt im fließenden Wasser und filtert Nahrung aus dem klaren Strom. Tagein, tagaus. Ihr Leben ist frisch und reich. Da wird sie eines Tages verletzt. Ein Fremdkörper drang in sie hinein. Sie wird von Schmerzen überflutet, die so stetig wie der Strom in ihr fließen. Sie versucht, den Fremdkörper durch einen Perlmuttüberzug zu isolieren und unschädlich zu machen. Schmerzwellen auf Schmerzwellen. Langsam wächst eine Perle heran, wunderschön. Bei aller Schmerzverzerrung beginnt die Muschel, sich an ihrem entstehenden Lebenswerk zu freuen. „Gott will, dass Muscheln Perlen erschaffen!“, denkt sie und sieht ihr Leben erfüllt. Wenn sie an der Wunde einst stirbt, war das gerade ihr Lebenssinn.

Wir Menschen sehen das ähnlich. „Gott will, dass der Mensch nach Leibeskräften schuftet.“ So legen die Herrschenden die Bibel aus. Ich zitiere aus meinem Buch:

Wenn ein Mensch Glück hat, wächst er bei liebenden Eltern auf und hat eine frohe Kindheit. Da wird er eines Tages planmäßig verletzt, was er gar nicht merkt, weil die Eltern ihm zur Ablenkung eine Schultüte schenkten. Daraus werden bald Prüfungen und Stufen, schließlich Shareholder-Value und Globalisierung. Er versucht, die Verletzungen durch einen Überzug zu isolieren. Überzüge sind: Karrieren, Werke, Kunst, Siege. Langsam wachsen glänzende Überzüge über die Verletzungen. Sie sehen wunderschön aus. In allem Schmerz beginnt der Mensch darin die Erfüllung seines Lebens zu sehen… Wenn er einst stirbt, weiß er wofür. Oder weswegen. Gott wollte den Glanz.

Gefunden auf Gunter Duecks omnisophie-Seite: Design Being! Über proaktive Lebensgestaltung und Design Thinking

Commoning: eine andere Art des gemeinsamen Lebens und Handelns

… Gegenwärtig kann Commons – dieser Begriff ist inzwischen auch im Deutschen gebräuchlich – als ein auf Gleichberechtigung und Selbstorganisation basierendes Konzept verstanden werden, das im Widerspruch zur kapitalistischen Warenlogik steht (vgl. Meretz 2014a). Anstelle des Tausches von Waren wird auf freiwillige Beiträge gesetzt. Auch die im Kapitalismus verbreitete Trennung von Reproduktions- (also Sorge- und Pflegetätigkeiten für andere Menschen und die Natur) und Produktionstätigkeiten sowie von Produktions- und Nutzungsprozessen finden dabei keine Entsprechung: So geht es beispielsweise in urbanen Commons-Gärten in der Regel nicht um die Produktion von Lebensmitteln für den späteren Verkauf, sondern neben der ökologischen Produktion auch um gemeinsames Kochen, Essen und Feiern. Das soll nicht heißen, dass in Commons-Projekten weder Tausch noch besagte Trennungserscheinungen eine Rolle spielen. Allerdings funktionieren Commons primär nach einer anderen Logik: Beide Aspekte sind nicht funktional und werden eher aus dem Außen der kapitalistischen Welt hineingetragen.

Wir möchten betonen, dass es keine allgemeingültigen Patentrezepte gibt, Commons gemeinsam zu organisieren. Wir gehen davon aus, dass sich die Weisen und Regeln in den verschiedenen Zeiten und Kontexten an die Bedürfnisse der involvierten Menschen anpassen und sich daher unterscheiden. Trotzdem lassen sich Gemeinsamkeiten aufzeigen. In diesem Zusammenhang ist wichtig zu klären, dass es sich beim Commoning nicht einfach um den Umgang mit kollektivem Eigentum handelt, sondern um einen Bruch mit der Exklusionslogik des Eigentums. Anstatt andere mit den Mitteln des abstrakten Rechts auszuschließen (Eigentum), geht es bei Commons um die tatsächlichen, physischen (und potenziell inkludierenden) Verfügungsmöglichkeiten (Besitz). Wesentlich ist hier die Ausrichtung auf die Bedürfnisse der an Commoning-Prozessen Betroffenen beziehungsweise an ihnen Teilhabenden.(1)

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