Das innere Spiel – Wie Entscheidung und Veränderung spielerisch gelingt …

Praktische Beispiele zeigen auf, dass wir wegkommen sollten vom Denken und Handeln in “entweder-oder” hin zu “sowohl-als-auch”. Das Prinzip der Polarität als Erfolgsrezept im Spiel der Veränderungen.

… heißt das Buch, welches ich Ihnen heute vorstellen möchte. So viel vorweg. Das Buch ist für Jeden geschrieben, der sich im Leben stetig weiter entwickeln möchte, ganz egal ob im privaten oder im beruflichen Umfeld.

Haben Sie es auch schon öfter erlebt? Sie diskutieren mit anderen Menschen und tauschen Standpunkte aus. Stets dann, wenn Sie Argumente gegen den Standpunkt der anderen Diskursteilnehmer anbringen, wird sofort induziert, dass sie den entgegengesetzten Standpunkt einnehmen. Wir diskutieren in Gegensätzen, streng nach dem Motto: „Entweder-Oder“.

Heinz-Peter Wallner, ein Wegbegleiter meiner Reise des Verstehens, thematisiert mit seinem Kollegen Kurt Völkl im neuen Buch Das innere Spiel: Wie Entscheidung und Veränderung spielerisch gelingen unter anderem genau diesen Aspekt. Sie plädieren und belegen an praktischen Beispielen den Fakt, dass wir wegkommen sollten vom Denken und Handeln in „entweder-oder“ hin zu „sowohl-als-auch“. Sie nennen es Prinzip der Polarität, welches eines der Erfolgsrezepte im Spiel der Veränderungen ist. Aber dazu gleich mehr. „Das innere Spiel – Wie Entscheidung und Veränderung spielerisch gelingt …“ weiterlesen

Wirtschaft und Demokratie – drei Bücher

Wird überhaupt noch darüber gestritten, ob das Ziel eines Unternehmens maximaler Gewinn sei oder seine gedeihliche Existenz als Sozialgebilde?

Inzeuch_300dpi_cmyk mancher Arbeitsumgebung wird darüber nicht einmal gesprochen – darauf deuten zumindest Studien wie der Gallup Engagement Index hin, die Andreas Zeuch am Anfang seines Buches „Alle Macht für niemand“ heranzieht. Sie besagen, dass ca. 20 % der Mitarbeiter innerlich gekündigt haben bzw. „Dienst nach Vorschrift“ schieben.

Während des vergangenen Jahrzehnts seien den Unternehmen dadurch jährlich im Mittel etwa 100 Milliarden € verloren gegangen, rechnet Zeuch vor. Quelle der Unlust und ihrer Folgeschäden – darüber sind fast alle Autoren in den drei hier vorgestellten Bücher mit ihm einig – ist meist der Mangel an Eigenverantwortlichkeit und Mitbestimmung der Beschäftigten. Der Sinn ihrer Tätigkeit hat wenig oder nichts mit eigenen Intentionen zu tun, er geht über den schieren Gelderwerb kaum hinaus, die Strukturen sind hierarchisch – oft wird so vor allem die Verantwortungslosigkeit organisiert. Was daraus wird, zeigt das Beispiel VW – es gibt zahllose andere. „Wirtschaft und Demokratie – drei Bücher“ weiterlesen

Zurück an die Arbeit!

„Noch nie in der Geschichte der Menschheit gab es so viel Leid und Frust bei der Arbeit wie heute.“ – Lars Vollmer

Mein Freund Lars Vollmer veröffentlicht diese Woche sein drittes Buch – darüber freue ich mich sehr. Es heisst „Zurück an die Arbeit“. Übrigens: Diesen Satz sagte der dümmste Chef, den ich jemals hatte, immer am Ende der Abteilungsmeetings. Ich habe zu diesem Buchtitel also eine starke Bindung….

Na jedenfalls: Ich bin ein starker Anhänger der Grundthese dieses Buchs von Lars: Dass in heutigen Unternehmen viel zu wenig gearbeitet, dafür aber viel zu viel Business-Theater gespielt wird! Diese perfide, zerstörerische Form der Verschwendung muss ein Ende haben – das argumentiert Lars sehr unterhaltsam und überzeugend.

Ich hatte das Vergnügen, den Entstehungsprozess des Buchs ein wenig mit zu begleiten und freue mich insbesondere, dass ich im Epilog des Buchs eine kleine Nebenrolle spielen darf… mehr sei hierzu nicht verraten. „Zurück an die Arbeit!“ weiterlesen

Alle Macht für niemand. Aufbruch der Unternehmensdemokraten – Interview mit dem Autor Dr. Andreas Zeuch

In unserem Privatleben ist es die Regel, unser Leben selbst zu gestalten. Dagegen sind die Meisten in den Firmen daran gewöhnt worden, das eigenständige Denken und Handeln an der Pforte abzugeben.

Nun hat einer der Mitgründer der Blogger-Plattform Initiative Wirtschaftsdemokratie sein neues Buch über Unternehmensdemokratie veröffentlicht, das seit September 2015 in den Bücherläden erstanden werden kann. Der Titel ist mit „Alle Macht für niemand. Aufbruch der Unternehmensdemokraten“ sehr provokativ und lädt zum Nachfragen ein. Die Gelegenheit hat mir der Autor Dr. Andreas Zeuch nun im Rahmen eines Interviews gegeben, über das ich im Folgenden berichten möchte.

 Cover_klein_rgb-150x150Martin Bartonitz: Lieber Andreas, schön, dass es wieder einen Anlass gibt, mit einander zu sprechen. Ich konnte mir ein gewisses Schmunzeln nicht verkneifen, als ich erfuhr, dass Du nach Deinem Buch „Feel it!: So viel Intuition verträgt Ihr Unternehmen„, das uns  vor 4 Jahren zusammen gebracht hat, nun Dein nächstes Werk mit einem noch provokanteren Titel daher kommt. „Alle Macht für niemand“ lässt an die Konzepte der Anarchisten denken: Keiner habe das Recht über einen Anderen zu herrschen. Nach einer Jahrtausenden langen Zeit der Sklaverei und Leibeigenschaft in vielen Gebieten auf unserer Erde hat sich seit etwas über 200 Jahren die Idee der Demokratie in der westlich geprägten Welt mehr oder weniger zumindest auf politischer Ebene durchgesetzt. In unseren Unternehmen dagegen greifen überwiegend noch immer die alten Herrscherkonzepte: „Alle Macht für niemand. Aufbruch der Unternehmensdemokraten – Interview mit dem Autor Dr. Andreas Zeuch“ weiterlesen