Kommt der „neue Mensch“ ohne Staat und Markt aus?

Foto: Peter Draschan – pixelio.de

„Aber wir wollen doch gar keine Planwirtschaft“, wird an dieser Stelle zu vernehmen sein. Wer heute für Commons und Solidarische Ökonomie, für eine auf fabbern und verwandten Gerätschaften basierende lokal-autonome Produktionsweise ohne Hierarchien und disziplinierende Kontrolle plädiert, der wähnt sich in einem anderen Territorium. Dort gibt es spontane, kreative Menschen, flexibel auch, aber zugleich verbindlich, die sich an Regeln halten, die sie sich selbst in Absprache geben. Sie genießen den Moment, entwickeln sich ständig weiter und sind emotional intelligent, was ihnen einen viel besseren Umgang mit Konflikten erlaubt als heute üblich.

Diese Menschen planen nicht, sondern sie koordinieren sich. Die Koordination ihrer vielfältigen, selbstbestimmten und freiwilligen Tätigkeiten erfolgt von unten. Vielleicht in selbstorganisierten Gremien, vielleicht in Gestalt von Entwicklungspfaden, die sich wie von selbst ergeben, wenn Bedürfnisse artikuliert und Mittel zu ihrer Befriedigung kollektiv gefunden werden. Jedenfalls geschieht all dies ohne Markt und ohne Staat…

Fundstelle: Es rettet uns keine höhere Technologie

Die wertvollste Währung der Welt: Vertrauen

Hochleistungsteams sind hochgradig aktivierte Gemeinschaften. Sie kooperieren und kommunizieren intensiv. I

… Was aber wäre möglich, wenn die Fähigkeit ein belastbares Vertrauen aufzubauen und damit eine zwischenmenschliche Verbindung einzugehen, nicht mehr von einer vorhandenen persönlichen Begabung abhängen würde? Wenn sich also Merkel, Tsipras und Schäuble darin so gut oder noch besser auskennen würden, wie mit politischen Winkelzügen oder ihrem Zahlenwerk? Ich bin mir sicher, dass wir völlig andere und vor allem erfolgreichere EU-Gipfel erleben würden. Treffen, an denen unsere politischen Führer nicht als Gegner auftreten würden, sondern als echte Partner.

Stell Dir vor, es gäbe einen Ort, eine Schule, an der die Kunst des Vertrauensaufbaus erfolgreich gelebt und das Wissen darüber auch und gerade mit unseren Verantwortungsträgern geteilt wird. Was würde dann geschehen – in unseren Unternehmen, in unserer Gesellschaft, in der Europäischen Union? Ich denke, das wäre das Ende der Wirtschaft wie wir sie kennen. Und der Beginn einer besseren Welt.

Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass die Zukunft beginnt und diese Schule des Vertrauens Realität wird!

Fundstelle auf huffingtonpost: Die wertvollste Währung der Welt – von  – Beyond Leadership: „Die wertvollste Währung der Welt: Vertrauen“ weiterlesen

How to run a company with (almost) no rules

What if your job didn’t control your life? Brazilian CEO Ricardo Semler practices a radical form of corporate democracy, rethinking everything from board meetings to how workers report their vacation days (they don’t have to). It’s a vision that rewards the wisdom of workers, promotes work-life balance — and leads to some deep insight on what work, and life, is really all about. Bonus question: What if schools were like this too?

Found on TED: Ricardo Semler: How to run a company with (almost) no rules

Starre Arbeitszeiten haben ausgedient

… Kritiker der flexiblen Konzepte – Teilzeit, Gleitzeit, Home-Office – fürchten, dass Job und Freizeit so verschmelzen könnten, dass am Ende die Freizeit auf der Strecke bleiben könnte (siehe dazu auch: Selbstausbeutung: das neue Leiden des 21. Jahrhunderts?). Das zu verhindern, wird in Zukunft die wohl größte Aufgabe der Arbeitswelt werden.

Denn: Dass starre Arbeitszeitmodelle ausgedient haben, liegt auf der Hand. Eine Revolution ist unaufhaltsam – und die Wirtschaft reagiert. Eine aktuelle Umfrage der Uni Bamberg, von der der „Spiegel“ berichtete, zeigt, dass Personaler der größten deutschen Unternehmen in Zukunft auf flexible Arbeitszeiten setzen, um attraktiver zu werden.

Daimler setzt sich nun an die Spitze dieser Bewegung.

Fundstelle auf huffingtonpostDie Job-Revolution: Daimler geht einen Schritt, der unsere Arbeitswelt für immer verändern soll

Arbeitslosengeld versus Grundeinkommen …

„Es gibt so viele Dinge, die sozial sinnvoll sind, aber sich finanziell nicht lohnen. Mit einem Grundeinkommen wären wir alle frei, sie zu erforschen.“ – Federico Pistono

Foto: Dr. Martin Bartonitz – Nov. 2012

Ich hatte Ende 2012 die Gelegenheit, einen jungen Mann kennenzulernen, der sich mit der Thematik des bedenkbaren Ausmaßes unserer Automatisierungen beschäftigte und dabei recht gelassen war, sah er doch viel Potential darin, dass wir bald sehr viel weniger lohnarbeiten und dafür mehr Zeit für das haben würden, was uns begeistert oder was dringend im sozialen Bereich (mein Bericht dazu: Nachlese: Roboter werden Deinen Job vernichten – Federico Pistono) zu tun ist.

Drei Jahre später stoße ich nun auf ein Interview, das Hans-Arthur Marsiske mit Federico Pistono im Kontext seines Buchs „Robots stehlen Deinen Job, aber das ist OK – wie man den Wirtschaftskollabs gllücklich übersteht“will (siehe auch diesen Artikel auf dem Blog dazu: Robots will steal your job, but that’s OK) geführt hat. Ich möchte diesen kleinen Auszug hier zur Diskussion stellen, geht es doch um das die Nation zunehmend spaltende Thema des Grundeinkommens. Das eine Lager mit dem Weltbild des X-Menschen (siehe: Vom Paradigmenwechsel unseres Menschenbilds: die X-Y-Theorie) ist der Meinung, dass damit die Faulheit weiter unterstützt würde. Das andere Lager mit dem Weltbild des Y-Menschen sieht darin die wahre Befreiung der Menschheit, die zu einem Miteinander auf Augenhöhe führen sollte. Hier nun die Sicht von Federico: „Arbeitslosengeld versus Grundeinkommen …“ weiterlesen

Nachlese der Filmpremiere von AUGENHÖHEwege in Köln

„Unser Führungskonzept mag vielleicht gerade deshalb so erfolgreich sein, weil wir keine Managementliteratur gelesen haben.“

Ich habe es mir nicht nehmen lassen, nach der Teilnahme an der Premiere des ersten Films AUGENHÖHE in Hamburg Anfang 2015 (siehe meinen Bericht) auch bei der Premiere des Nachfolgefilms dabei zu sein. AUGENHÖHEwege (selbst schauen) wurde dieses Mal in 10 Großstädten inklusive Zürich und Wien vor über 1.000 Zuschauenden gezeigt. Ich war in Köln mit dabei.

Die Moderatoren der Premiere von AUGENHÖHEwege in Köln
Die Moderatoren Tina Aghajani, Eike Brechlin und Jens Petri sowie der Special Fillmgast Stephan Grabmeierder der Premiere von AUGENHÖHEwege in Köln bei Startplatz im Mediapark

Tina Aghajani begrüßte uns zusammen mit Eike Brechlin („Belgier“, der bei der Interanationalisierung des ersten Films sorgte),  Stephan Grabmeier (Protagonist im zweiten Film) und Jens Petri (wie Tina im intrinsify!me-Netzwerk aktiv).

Austragungsort waren äußerst passend der Startplatz, einem Startup-Inkubator (Achtung: aktuell 100 Startups) in Kölle. Für die Teilnehmer der Premiere gab es vor dem Start des Films noch eine Führung durch die beeindruckend gestalteten Räumlichkeiten. Danke auch dafür!

Nach dem wieder sehr berührenden Film, der hoffentlich sehr bald wieder für die private Nutzung frei verfügbar sein wird, wurde nach einer kleinen Stärkung noch im Format des World Café bis 22 Uhr zu vier Fragen im Kontext von Augenhöhe gearbeitet. „Nachlese der Filmpremiere von AUGENHÖHEwege in Köln“ weiterlesen

Augenzeugenbericht von der Premiere des Films AUGENHÖHE

Ich wünsche mir, dass dieser Film von möglichst Vielen gesehen wird, so dass die Transformation in der Arbeitswelt weiter voran schreitet und sich damit das Bild von Führung wandelt. Zur Gesundung von Leib und Seele und damit auch der Wirtschaftlichkeit …

Ich nahm letztes Jahr das erste Mal an einer Filmpremiere teil. Ich schrieb damals, dass ich gleich dreifach motiviert war:

  1. Der Film hat für mich das Potential, die gerade anstehende Transformation unserer Gesellschaft hin zu mehr Selbstbestimmtheit stark zu unterstützen. Ich gehe davon aus, dass er sich viral verbreiten wird und damit das in ihm schlummernde Mem, sich noch mehr auf Augenhöhe zu begegnen, so dass Arbeit auch für Alle ein wichtiger Teil des Lebens werden kann, in viele Köpfe festsetzen wird.
  2. Ich habe drei Mitglieder des Projektteams in den letzten zwei Jahren im Rahmen meiner Teilnahmen an Veranstaltungen von Stypes = Selbstbestimmten Typen des intrinsify!me-Netzwerkes kennenlernen dürfen. Somit konnte ich auch schon früh die Entstehung der Projektidee ein wenig mitverfolgen.
  3. Ich hatte mich zur Unterstützung des Projekts das erste Mal an einem Crowdfunding via startnext beteiligt, sobald es dort eingetragen war. Und da freute es mich besonders, dass es das viert-erfolgreichste Funding in Deutschland und das 15-erfolgreichste der Welt in 2014 wurde, denn es sind über 50.000 € zusammen gekommen.
Museum der Arbeit in Hamburg
Museum der Arbeit in Hamburg

Eine Currywurst war es, die uns am Ende in das Museum für Arbeit in Hamburg als Austragungsort kommen lassen. So berichtete die Chefin des Museums. Denn sie hatte Silke, eine der fünf Macher des Films, „über einer Currywurst“ auf einer Veranstaltung kennen gelernt und dabei hatten sie die Idee geboren, die Premiere an diesem so passenden Ort stattfinden zu lassen: „Augenzeugenbericht von der Premiere des Films AUGENHÖHE“ weiterlesen

Vom Getriebensein durch Zahlenunterschreitungsangst …

„Wetteifer ist wie freudiges Wollen, Wettkampf wie getriebenes Müssen …“ – Prof. Gunter Dueck

Mein Lieblingsquerdenker Gunter Dueck bringt unser ökonomisches Konzept des Konkurrierens auf den Prüfstand gestellt:

… Ich möchte in dem Begriff Wetteifer das Bestreben sehen, sich selbst zu erhöhen, selbst herausragen zu wollen, großen Ideenentwürfen und Vorbildern zu folgen, das Beste zu tun, was von mir getan werden kann. „Der Mensch erhöhe sich selbst zu Lobenswertem.“ Es geht dabei nicht um Konkurrenzkampf und Rivalität, nicht um Vergleichsneid, triumphalen Narzissmus oder destruktive Loser-Verhöhnung.

Wetteifer speist sich aus innerer Herzblutenergie, Wettbewerb aber vom Druck aus allen Richtungen – da schielen wir auf Andere, fühlen den Schmerz des Getretenen und fürchten das Ausgestoßenwerden. Viele zitieren meinen Spruch „Innovation ist wie Wollen, Wandel wie Müssen“ im Internet – der ist auch hier analog richtig: „Wetteifer ist wie freudiges Wollen, Wettkampf wie getriebenes Müssen.“ Besonders in großen Firmen hören wir oft: „Wir sind Getriebene der Geschäftsprozesse, wir arbeiten Event-getrieben, um zu bestimmten Zeitpunkten die geforderten Zahlen präsentieren zu können. Es herrscht Zahlenunterschreitungsangst. …“

gefunden in: Mensch kommt von innen

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Augenzeugenbericht von der Premiere des Films AUGENHÖHE

Und ich wünsche mir, dass dieser Film von möglichst Vielen gesehen wird, so dass die Transformation in der Arbeitswelt weiter voran schreitet und sich damit das Bild von Führung wandelt. Zur Gesundung von Leib und Seele und damit auch der Wirtschaftlichkeit …

Ich war letztes Jahr das erste Mal bei einer Filmpremiere dabei. Motiviert dabei zu sein war ich gleich dreifach:

  1. Der Film hat für mich das Potential, die gerade anstehende Transformation unserer Gesellschaft hin zu mehr Selbstbestimmtheit stark zu unterstützen. Ich gehe davon aus, dass er sich viral verbreiten wird und damit das in ihm schlummernde Mem, sich noch mehr auf Augenhöhe zu begegnen, so dass Arbeit auch für Alle ein wichtiger Teil des Lebens werden kann, in viele Köpfe festsetzen wird.
  2. Ich habe drei Mitglieder des Projektteams in den letzten zwei Jahren im Rahmen meiner Teilnahmen an Veranstaltungen von Stypes = Selbstbestimmten Typen des intrinsify!me-Netzwerkes kennenlernen dürfen. Somit konnte ich auch schon früh die Entstehung der Projektidee ein wenig mitverfolgen.
  3. Ich hatte mich zur Unterstützung des Projekts das erste Mal an einem Crowdfunding via startnext beteiligt, sobald es dort eingetragen war. Und da freute es mich besonders, dass es das viert-erfolgreichste Funding in Deutschland und das 15-erfolgreichste der Welt in 2014 wurde, denn es sind über 50.000 € zusammen gekommen.
Museum der Arbeit in Hamburg
Museum der Arbeit in Hamburg

Eine Currywurst war es, die uns am Ende in das Museum für Arbeit in Hamburg als Austragungsort kommen lassen. So berichtete die Chefin des Museums. Denn sie hatte Silke, eine der fünf Macher des Films, „über einer Currywurst“ auf einer Veranstaltung kennen gelernt und dabei hatten sie die Idee geboren, die Premiere an diesem so passenden Ort stattfinden zu lassen: „Augenzeugenbericht von der Premiere des Films AUGENHÖHE“ weiterlesen