Was Rothirsche mit dem Papst und dem Home-Office zu haben …

… Forscher fanden Erstaunliches heraus: Sie beobachteten die Wanderrouten der Rothirsche im Böhmerwald mit Hilfe von Funkhalsbändern über sechs Jahre hinweg. Die „West-Hirsche“ wanderten exakt bis zu einer bestimmten imaginären Grenze, nämlich genau jener Linie, an der früher der Stacheldraht die Grenze des Ostblocks markierte. Und die „Ost-Hirsche“ taten das gleiche, nur von der anderen Seite her. Keines der Tiere übertrat die heute unsichtbare Linie, die exakt mit dem Grenzverlauf übereinstimmt! Die Hirsche haben offenbar das Ende des Kalten Krieges noch nicht mitbekommen…

Spannend. Und als wir das lasen, erinnerte uns das Verhalten der Rothirsche an das Verhalten von Führungskräften in Bezug auf das Thema Arbeitszeiten und Home-Office …

Führungskräfte WISSEN zwar, dass Home-Office-Arbeiter nachweislich in vielen Fällen produktiver, motivierter, seltener krank und zufriedener mit der Arbeit sind (dazu gibt es viele Studien, zum Beispiel die von Prof. Nicholas Bloom von der Stanford University) – dennoch GLAUBEN sie das Gegenteil. …

Gefunden auf FÖRSTER & KREUZWAS ROTHIRSCHE MIT DEM PAPST UND DEM HOME-OFFICE ZU TUN HABEN

Über die Gefahren von Arbeit 4.0

Der Unterschied zwischen wirkungsvollen und wirkungslosen oder gar gefährlichen Maßnahmen, heißen sie nun »New Work« oder »Arbeiten 4.0« liegt also darin: Wie viel Theater wird bei der Umsetzung gespielt, wie viel Schönheitskorrektur wird betrieben, anstatt wertschöpfend zu arbeiten?

Nehmen Sie Ihre Ansätze ruhig einmal genauer unter die Lupe. Beziehen Sie sich auf externe Referenzen? Sehr gut! Machen sie den Weg frei zu wertschöpfender Arbeit? Noch besser! Wenn sie dann auch noch zu den Grundüberzeugungen im Unternehmen passen: großartig!

VORSICHT!

… Ein Unternehmen ist komplett tayloristisch aufgebaut, hat eine Menge vertikaler Hierarchien, die Zuständigkeiten sind klar definiert, der Chef von oben gibt Anweisungen nach unten. Dieses Unternehmen veranstaltet nun einmal im Quartal einen »Open Space« zum Strategieabgleich. Sehr modern

Da tun die Mitarbeiter einen Tag lang so, als hätten sie Verantwortung, tauschen sich zu Problemen aus und so weiter. Am Ende der Veranstaltung heißt es dann: „Das haben Sie prima gemacht! Wir nehmen Ihre Ansätze mit in die Runde der großen und wichtigen Player. Mal sehen, was daraus wird.“ Und dann verpuffen die Ideen im Nirvana und haben wenig Chance auf Anschluss in der Organisation. Warum? Weil am nächsten Tag alle wieder im alten tayloristischen Kontext stecken und das Unternehmen außer der einen Veranstaltung nichts mit selbstverantwortlichem Denken am Hut hat.

Da können sich die Mitarbeiter doch nur – entschuldigen Sie den Ausdruck – verarscht fühlen. Sie spielen einen Tag lang mal ein bisschen Verantwortung und werden dann wie ein kleines Kind auf den Kopf getätschelt. Welch eine kopflose Verschwendung von Arbeitszeit! …

Fundstelle: Vorsicht, Arbeiten 4.0 ist gefährlich! – von Lars Vollmer

Warum wir nur noch vier Tage die Woche arbeiten

Jedes Jahr zeichnet XING Firmen aus, die besonders innovativ arbeiten.  Platz drei des New Work Award ging dieses Mal an Bike Citizens. Daniel Kofler, Gründer und CEO, als auch Xing erlaubten die erneute Veröffentlichung des folgenden Artikels auch hier:

Warum wir nur noch vier Tage die Woche arbeiten

  • Weniger Krankheitstage und eine hohe Produktivität bestätigen das Modell
  • An dem freien Tag entstehen oft die besten Ideen
  • Für 2017 planen wir die 30-Stunden-Woche

Ein Start-up zu gründen ist harte Arbeit. In den ersten Tagen schufteten wir gefühlt acht Tage die Woche, rund um die Uhr. Ein Opfer, das wir gern erbracht haben – schließlich wollten wir, dass es weitergeht mit unserem Projekt. Schon damals aber warnte mein Mentor, dass ein Start-up kein Sprint sei, sondern ein Marathon. 60, 70 oder gar 80 Stunden die Woche waren auf Dauer nicht auszuhalten. „Warum wir nur noch vier Tage die Woche arbeiten“ weiterlesen