Die Abschaffung des Bargelds und die Folgen …

Ich möchte meinen ersten Artikel Der Weg in die totale Kontrolle … nun mit einem Interview mit Herrn Häring  fortsetzen. Nachdem wir zuerst einiges Persönliches erfahren, geht er auf die Frage ein, was denn das Bargeld in der Geldbörse vom Giralgeld auf dem Konto unterscheidet:

Bargeld ist das einzige gesetzliche Zahlungsmittel, also das einzige Geld. Das, was ich auf dem Konto habe, ist nur ein Guthaben, das rechtlich eine Schuld der Bank an mich.

Herr Häring hatte in Frankfurt Mitte große Probleme, 15.000 € Bargeld auf einmal abzuheben. 10.000 € wäre einfach gegangen. Erst bei weiterem Insistieren und Befragungen war man bereit, das Geld herauszugeben. Also: Giralgeld ist eben nicht so gut wie Bargeld.

Wenn das Bargeld verschwinden sollte und durch ein reines digitales Giralgeld ersetzt wird, wenn nur noch mit EC- oder Kreditkarte bezahlt werden kann, führt dieser neue „Service“ direkt in die Diktatur. Ein gesperrtes Konto wäre ein Aussperren aus der Gesellschaft an sich. Wer würde diesen Mechanismus kontrollieren? Wer würde bestimmen, wen es trifft – und vor allem warum?

Wer den Versuch unternimmt, 2016 die vom Staat geforderte GEZ-Gebühr in bar bezahlen zu wollen, wird feststellen, dass eben dieser Staat sein einziges offiziell anerkanntes Zahlungsmittel – Bargeld – nicht mehr bereit ist, selber anzunehmen. Was geht hier vor?

Befinden wir uns schon auf dem Weg in eine digitale Diktatur? Wer das Bargeld abschaffen möchte, ist kein Freund der Demokratie, so das Fazit von Herrn Häring.

Der Weg in die totale Kontrolle …

“Ein Kriminalfall ist es, weil die Begründung der Bargeldabschaffer nicht mit ihren tatsächlichen Absichten übereinstimmt und weil die Folgen zu gewaltigen Umverteilungen führen werden, derer sich die betroffenen Bürgerinnen und Bürger nicht bewusst sind.”

Wirtschaftsdemokraten sprechen von Beteiligung, Vertrauen und Transparenz. Von Selbststeuerung statt Fremdsteuerung. Da passt Kontrolle als Gegenteil von Vertauen so gar nicht ins Bild. Aber genau das müssen wir seit 9/11, spätestens aber mit dem Beginn der Wirtschaftskrise 2008 zunehmend beobachten. Unsere Politiker verabschieden mit dem Argument für mehr Sicherheit immer mehr Gesetze, die uns kontrollieren sollen. Aber es sollen nicht nur die Geheimdienste wie die Datenkraken NSA und sein kleiner deutscher Ableger BND alles über uns wissen. Das nächste Ungemach kommt uns nun mit der Abschaffung des Bargelds forciert von den Stakeholdern der Banken. Einem Wirtschaftsdemokrat dürfte das mit Blick auf eine gewünschte Vertrauenskultur so gar nicht schmecken.

Ich möchte hier den Faden der beiden Artikel von Conny Dethloff aufgreifen. In seinem ersten Artikel hat er aufgezeigt, was der grundsätzliche Fehler in unserem Finanzsystem ist, so dass laufend Geld von Arm nach Reich fließt. Ergebnis: den 62 reichsten Familien gehört inzwischen die halbe Erde, Tendenz exponentiell beschleunigend. In seinem zweiten Artikel hat er ein Geldsystem vorgestellt, das zum Nutzen Aller und nicht nur Weniger ist und für ein faires Wirtschaften sorgt. Mein aktueller Artikel soll nun aufzeigen, welche Kreise mit ihren “Vordenkern” die Einführung eines solchen Geldsystem nicht nur verhindern sondern noch stärker absichern wollen.

Norbert Häring (Foto: Homepage)
Norbert Häring (Foto: Homepage)

Norbert Häring, Autor und Journalist, schreibt seit Jahren respektlos und allgemein verständlich über ökonomische Zusammenhänge. Nun liegt sein neues Buch vor, zu dem er aufgrund seiner tiefgehenden Erkenntnisse überredet wurde, vor: Die Abschaffung des Bargelds und die Folgen: Der Weg in die totale Kontrolle. Aus diesem Buch möchte ich die wichtigsten Fakten zusammenfassen. Vielleicht können wir ja den nächsten “Putsch” unseres Bundestages (für mich gab es da schon einige Entscheidungen, die so in einem Volksentscheid nicht durchgegangen wären, zuletzt der Rettungsschirms namens ESM-Vertrag) verhindern, wenn wir wissen, was für uns gut ist.

Rundfunkgebühren via Bargeldzahlung

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