"brav" oder "brave", das ist hier die Frage …

Heute brauchen wir „Brave thinking“ und nicht mehr braves Warten im Alten, das eben die begünstigt, die jetzt „oben sind“.

Foto: Prof. Dr. Gunter Dueck – Omnisophie

Die Besten – wer sind die überhaupt? Es sind solche, die nach anerkannten Kriterien weit herausragen. Sie sind am schnellsten über 100 Meter oder erwirtschaften die höchste Eigenkapitalrendite. Die Kriterien, nach denen etwas am besten ist, werden in uns eingebläut. Wir sollen sie internalisieren.

Derzeit in der Werbung: „Kind, hast du einen Wunschzettel geschrieben? Ach, da ist er ja…ich schaue mal durch… hey, Kind, das ist praktisch der gesamte Spielzeugkatalog, meinst du das ernst?“ – „Aber Mama, ich bin dieses Jahr doch so brav gewesen!“ Spüren Sie es? Das Hauptkriterium unserer Kultur ist „brav“, das weiß sogar der Weihnachtsmann: „Kinder, seid ihr denn schön brav gewesen?“ – „Jaaa!!!“ Über unseren Zeugnissen stehen die Kopfnoten in Ordnung, Fleiß, Betragen und Mitarbeit – brav.

Liebe Leute, woher kommen denn die Regeln? Die hatten – einmal ganz naiv positiv gesehen – doch einmal einen Sinn in einer bestimmten Zeit. Und in diesen Zeiten, die da kommen und gehen, wäre es gut, sich immer wieder auf den Sinn der Regeln und Kriterien neu zu besinnen. Faktisch gesehen tut man das dann doch lieber nicht, weil sich die Zeiten meistens nur so langsam und allmählich ändern und weil die stur fest etablierten Regeln, Kriterien und Rituale an sich auch etwas Gutes haben.

Die Digitalisierung aber erzwingt jetzt große Veränderungen in unser aller Leben. Kriterien und Regeln werden sich „radikal“ (so sagt man das) verändern. …

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Warum wir nur noch vier Tage die Woche arbeiten

Jedes Jahr zeichnet XING Firmen aus, die besonders innovativ arbeiten.  Platz drei des New Work Award ging dieses Mal an Bike Citizens. Daniel Kofler, Gründer und CEO, als auch Xing erlaubten die erneute Veröffentlichung des folgenden Artikels auch hier:

Warum wir nur noch vier Tage die Woche arbeiten

  • Weniger Krankheitstage und eine hohe Produktivität bestätigen das Modell
  • An dem freien Tag entstehen oft die besten Ideen
  • Für 2017 planen wir die 30-Stunden-Woche

Ein Start-up zu gründen ist harte Arbeit. In den ersten Tagen schufteten wir gefühlt acht Tage die Woche, rund um die Uhr. Ein Opfer, das wir gern erbracht haben – schließlich wollten wir, dass es weitergeht mit unserem Projekt. Schon damals aber warnte mein Mentor, dass ein Start-up kein Sprint sei, sondern ein Marathon. 60, 70 oder gar 80 Stunden die Woche waren auf Dauer nicht auszuhalten. „Warum wir nur noch vier Tage die Woche arbeiten“ weiterlesen