Wie wir unsere Welt wahrnehmen und was die SELBSTerkenntnis dabei erreichen kann …

Kühner als das Unbekannte zu erforschen, kann es sein,
das Bekannte zu bezweifeln.

Vera F. Birkenbihl

Vera F. Birkenbihl (RIP) hat mir schon so manche Denkschranke eingerissen. Ich möchte einen weiteren Vortrag von ihr empfehlen, der den denkwürdigen Titel Pragmatische Esoterik – der kleine Weg zum großen Selbst trägt. Sie schafft es mit viel Humor die unterschiedlichen Perspektive der Exoteriker sowie Esoteriker auf unsere Welt auf den Punkt zu bringen. Dabei gibt sie so viele Hinweise, wie unser Leben einfacher gestaltet werden kann, sprich unsere Beziehung zu uns selbst als auch zu unseren Menschen in der Umgebung, besonders auch im beruflichen Kontext.

Besonders gut gefällt mir die Stelle,  dass sie inzwischen anstatt von MEINungen über ANDERungen spreche. Denn das, was Mensch meine, wie es sei, ist ihm meist von Anderen übergeholfen worden. Dabei spricht sie unsere Uni-FORM-ierung / NORM-alsierung durch unsere Kultur genauso wie unser Bildungssystem an. Es verhindere, dass wir unser volles Potential entfalten können.

Des weiteren lernen wir darüber, dass Mensch auf Dauer desto kränker wird, desto weiter er von seinem SELBST entfernt sei, sprich nicht mehr in Resonanz sei [Stichworte: aufgezwungenes Rollenspiel, Fremdbestimmung, geringes Selbstwertgefühl / Selbstliebe].

Vera sagt immer: wenn es nicht gefällt, einfach im Regal liegen lassen. Dann müssen wir uns nicht streiten:

Anleitung zur Artgerechten Menschenhaltung im Unternehmen

Nur wenn Arbeit Selbstverwirklichung ist statt Pflicht, kann man mit Leichtigkeit kontinuier­lich gute Ergebnisse erbringen. Freude statt Druck macht Verantwortung attraktiv, denn die Möglichkeit zum Selbstausdruck verleiht die höchste Effizienz. Die Lösung einer selbstgestellten Aufgabe oder die Überwindung von Widerständen ist dann mit Lust verbunden. Ohne dies wirkt alles Motivieren nur noch demotivierender.

Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger (Bild: Wikipedia)
Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger (Bild: Wikipedia)

Artgerechte Tierhaltung dürfte den Meisten ein erstrebenswertes Ziel sein – aber artgerechte Menschenhaltung? Was ist das überhaupt: Artgerecht? Wir können es übersetzen mit „der Natur des betreffenden Lebewesens entsprechend“. Der Autor Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger ist ein renommierter Wirtschaftsautor, Philosoph und Ökonom. Er ist u.a. einer der ersten Kritiker unserer Finanzorganisation. Und Unterstützer der Initiative WirtschaftsDemokratie. Schauen wir uns also an, was er uns in seinem Buch Anleitung zur Artgerechten Menschenhaltung: Mehr Freude, Farbe und Freiheit im Beruf zu sagen hat:

Beobachtung

Viele Mitarbeiter leiden darunter, dass sie nicht wirklich wissen, was von ihnen erwartet wird, dass ihre Vorgesetzten sich nicht für sie als Mensch interessieren, dass sie eine Position ausfüllen, die ihnen nicht liegt, und dass ihre Einsichten im Unternehmen kein Gewicht haben.

Erkenntnis „Anleitung zur Artgerechten Menschenhaltung im Unternehmen“ weiterlesen