Vernetzung statt bürokratisches Zentralisieren …

Die Notwendigkeit, einzelne Tätigkeiten und Funktionen zu professionalisieren, sollte heute nicht mehr in eine formelle funktionale Organisation münden. Ansonsten bilden sich Elfenbeintürme, die sich durch Bürokratie abgrenzen, die Wertschöpfung dadurch behindern und das Unternehmen durch ihre Planungsprozesse erstarren lassen. Besser in die heutige Zeit passen autonome wertschöpfende Einheiten. Die Professionalisierung wichtiger Funktionen lässt sich heute besser durch eine entsprechende digitale Vernetzung der Spezialisten und solcher, die es werden wollen, erreichen.

Warum ich zu dieser Meinung komme, könnt Ihr auf meinem Blog Führung erfahren! nachvollziehen: Spezialisieren ohne zu trennen

Unsere Welt wird immer komplexer. Hilft als Strategie bald nur noch die Intuition des Teams?

Prof. Peter Kruse führt in dem folgenden Video aus, dass wir Menschen nicht in der Lage sind, komplexe Probleme wirklich zu verstehen. Entweder wir trivialisieren, z.B. wählen wir bei der Produktauswahl das Billigste, negieren es, oder wenden als beste Strategie unsere Intuition an. Wie entscheiden Sie z.B. ihren Autokauf. Anfangs werden Sie die vielen Parameter versuchen zusammenzutragen und zu vergleichen. Aber unser Gehirn kann maximal 8-12 Parameter beherrschen, danach sind wir überfordert. Also lassen wir unseren Bauch sprechen (erinnern wir uns an den Fernsehautowerbespruch: “Brauchen Sie es denn?” “Nein, aber ich will es haben!”).

In der Wirtschaft ist es ebenso, wie wir das hier auf dem Blog schon häufiger nachlesen konnten. Und da die Intuition jedes Einzelnen sich über Krisen entwickelt, stellt sich die Frage, ob diese Entwicklung nicht schon zu lange her war und die Intuition nicht mehr zum aktuellen Rahmenwerk passt. Also kann man sich doch besser auf die Intuition von mehreren verlassen. Demnach wird das Team, mit dem man zusammen arbeitet, immer wichtiger. Und schon kommt es zu mehr selbstorganisierenden Teams. Und genau das macht die SCRUM Teams so stark. Man muss sich nicht mehr auf einen Kopf allein verlassen, dessen Ausbildung der Intuition womöglich nicht mehr aktuell ist.

Ein weiteres Thema von Prof. Kruse ist die Vernetzung. Also das, was wir „Unsere Welt wird immer komplexer. Hilft als Strategie bald nur noch die Intuition des Teams?“ weiterlesen

Der Kopf stinkt: Führung muss anders werden

Der selbstbestimmte Mensch wird zum Dreh- und Angelpunkt der Arbeitswelt.

Vernetzung (Foto: Stephan Hofschlaeger – pixelio.de)

Es ist frappierend: Nicht nur die überwältigende Mehrheit der Führungskräfte, sondern auch 85 Prozent der Berufstätigen halten einen Paradigmenwechsel der Art und Weise, wie wir zusammenarbeiten, für absolut erforderlich. Es scheint mir essentiell, dass wir rasch wegkommen von der klassischen hierarchischen Führungskultur und freiere Konzepte der Zusammenarbeit entwickeln. Das ist nicht nur zum Wohle der Berufstätigen, sondern ist Voraussetzung dauerhafter Wettbewerbsfähigkeit.
Peter Kruse (RIP), EX-Geschäftsführer von Nextpractice

Denn die Antwort auf die hochkomplexen Herausforderungen des modernen Arbeitslebens könnte nicht klassisches planendes Vorgehen sein, sondern die Gestaltung ergebnisoffener Prozesse in selbstorganisierenden Teams. Kruse weiter:

Der selbstbestimmte Mensch wird zum Dreh- und Angelpunkt der Arbeitswelt.

Fundstelle auf lead DIGITAL: Der Kopf stinkt: Führung muss anders werden

Prof. Peter Kruse hat im Kontext des Deutschen Bundestags einer sehr bedenkenswerte Darstellung der aktuell stattfindenden grundsätzlichen Änderung mit dem Umgang mit Macht gebracht, die sein Denken sehr gut erfassen lässt: